Elternbrief vom 05. Januar

Elternbrief vom 05. Januar


Liebe Eltern,

ein etwas anderes, aufregendes und spannendes Jahr 2020 liegt hinter uns. Zu Beginn war Corona sehr weit weg. In China, später Frankreich, Spanien und Italien, aber immer noch nicht bei uns. Dann ging es jedoch sehr schnell, weil ein Virus an der Landesgrenze nicht einfach so stoppt.

Plötzlich waren wir hier vor Ort mit einer Infektion konfrontiert, die die Schließung unserer Einrichtung ab Mitte März zur Folge hatte. Es kamen Notbetreuung, ständig neue Hygienekonzepte, immer wieder neue Newsletter vom Staatsministerium mit Anordnungen, die möglichst schnell umgesetzt werden mussten. Anfragen bei der Kita-Aufsicht, wer denn die Notbetreuung in Anspruch nehmen darf und auch ein paar kleinere Konflikte mit Eltern, die rechtliche Vorgaben nicht akzeptieren konnten oder wollten oder unsere Vorgehensweise für „zu übertrieben“ hielten.

Die Newsletter hatten schon ein Eigenleben, da sie vorwiegend Freitagabend ankamen und zum Montag umgesetzt werden sollten. Das war ein sehr intensiver Zeitaufwand für unseren Träger, Herrn Dörrer und das oft am Wochenende. Auch ist klar geworden, dass sich Anordnungen widersprechen, manches nicht durchführbar, nicht durchdacht oder einfach nur unrealistisch war. Wir haben beschlossen, einen guten Weg für unsere Einrichtung einzuschlagen mit einem Konzept, das alle mittragen können und was auch realistisch sein kann. Dadurch konnten wir einen guten Weg, zeitnah und realistisch für unsere Einrichtung einschlagen und haben festgestellt, dass sich nach einiger Zeit alles genau in unsere Richtung bewegt hat. Bei allen Anregungen, die ja einen großen Handlungsspielraum darstellten, war es wirklich schwierig, ein konkretes Konzept zu erstellen, welches für alle Beteiligten greifbar ist. Es gab nie genaue Vorgehensweisen, nur ungenaue Anregungen. Bei einer so großen Herausforderung braucht es einfach ein gutes Bauchgefühl, was unser Herr Dörrer immer wieder hatte und für unsere Einrichtung eingesetzt hat.

Es war nicht immer einfach, alles unter einen Hut zu bekommen. Auf der einen Seite die gesetzlichen Vorgaben, wage Anmerkungen von Seiten des Staatsministeriums und der Kindergartenaufsicht und auf der anderen Seite die Bedürfnisse der Eltern und der uns anvertrauten Kinder. Nicht zu vergessen auch die Mitarbeitenden in unserer Einrichtung, die auch verunsichert waren. Risikogruppen mussten beachtet werden, durften nicht mehr wie üblich eingesetzt werden, Gefährdungsbeurteilungen mussten verfasst werden, ständig veränderte Hygienekonzepte, auch für unser hauswirtschaftliches Personal und, und, und.

Ja, es war und wird es auch wohl noch bleiben, eine spannende und herausfordernde Zeit für uns alle. Es war allerdings auch eine Zeit für Kontakte, wenn auch meist telefonisch oder über E-Mail. Soviel Unterstützung durch unseren Elternbeirat, vor allem durch Frau Maurer und Frau Hellenschmidt, gab es vor dieser Pandemie nicht. Wir waren oft mehrmals wöchentlich im Kontakt, zur Abklärung neuer gesetzlicher Vorgaben, für Absprachen und manchmal einfach nur um miteinander zu reden. Dafür meinen herzlichen Dank.

Liebe Eltern, vielleicht war nicht alles so, wie Sie es sich gewünscht haben. Allerdings kann ich als Einrichtungsleitung sagen, dass unser Träger mit Personalausschuss und alle meine Mitarbeitenden ihr Bestes gegeben haben, um allen Kindern, während der Schließung und darüber hinaus ein guter Ansprechpartner zu sein. Da gab es die Initiative vom EB mit den bemalten Steinen, einen gemeinsamen Backtag, einen persönlichen Anruf, ein Detektivspiel, Glückwünsche zum Geburtstag, Geschichten, unseren Adventskalender, die Sprüche am Zaun und vieles mehr.

Unsere Mitarbeitenden sind alle unterschiedlich und das zeigt sich auch in der Arbeitsweise in den Gruppen. Die Stärken und auch die Schwächen jeder Einzelnen werden bei uns anerkannt und respektiert. „Die Stärken werden gestärkt und die Schwächen werden geschwächt“. Dieser Spruch ist ein Sinnbild für unsere Einrichtung und das betrifft nicht nur die Mitarbeitenden. Der Fokus liegt in jeder Gruppe, aufgrund der Persönlichkeiten der Menschen die dort arbeiten, bei unterschiedlichen Prioritäten und genau das macht unsere Einrichtung aus. Wir nutzen die unterschiedlichen Begabungen aller Mitarbeitenden, die zu einem Ganzen führen, nämlich dem Leitbild unserer Einrichtung. Kinder brauchen ganz unterschiedliche Menschen, um sich selbst finden zu können. Trotz dieser Unterschiedlichkeit in allen Gruppen ist das Ziel unserer Einrichtung bei allen gleich:

Eine gute Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu pflegen und auszubauen. Für die uns anvertrauten Kinder da zu sein, sie zu schützen, zu fördern und vor allem ihre Individualität zu sehen und zu unterstützen. Das ist unser aller Ziel. Und genau so steht es auch in unserer Konzeption.

Liebe Eltern, jede Mitarbeitende tut hier bei uns ihr Bestes und ich bin dankbar ein solches Team in meiner Einrichtung begleiten zu dürfen. In einer solchen Pandemie, die niemand jemals zuvor kennen lernen konnte, ist es ein großes Zeichen, dass alle Mitarbeitenden an einem Ziel arbeiten.

Dafür danke ich meinem Team, unserem Träger, dem Personalausschuss, dem Elternbeirat und Ihnen liebe Eltern, die im vergangenen Jahr vor absolut vielen Herausforderungen standen.

So wie wir alle!


Liebe Eltern,

lassen Sie uns gemeinsam in ein neues Jahr gehen, mit respektvollen und anerkennenden Gedanken, für alle Menschen in unserem Umfeld und für alle Menschen auf der ganzen Welt.

Streben wir gemeinsam eine Zusammenarbeit an, die durch ein gutes Miteinander und ohne Vergleiche geprägt ist.

Wir werden auch für die Zukunft alles tun, um Ihnen und Ihren Kindern in unserer Einrichtung eine gute Betreuung zu ermöglichen, Ansprechpartner zu sein und natürlich auch die vorgegebenen rechtlichen Grundlagen einhalten. Wir werden weiterhin unterschiedlich in den Gruppen arbeiten, weil wir einfach alle unterschiedlich sind, so wie Ihre Kinder auch. Jeder Mensch hat ein Recht auf seine Einzigartigkeit, die wir achten und respektieren wollen. Wichtig ist einfach nur das gemeinsame Ziel, der Weg dahin darf, kann und wird unterschiedlich sein.

Ihnen allen ein gesundes, gutes neues Jahr.

Auf ein gemeinsames Jahr 2021!

Liebe Grüße Gabriele Wiederer

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